Startup Weekend NEXT Impressionen

von Axel von Leitner im Dezember 2012 in Allgemein

In den vergangenen Wochen war ich als Coach Teil der Startup Weekend NEXT Köln. Ursprünglich geht es bei dem Startup Weekend darum, dass junge Teams an einem Wochenende ihre Idee grundsätzlich durchdenken und an den Start bekommen. Damit es nicht bei dem Ergebnis der beiden Tage bleibt gibt es NEXT - ein Programm, in dem man als junges Gründerteam über drei Wochen lang zweimal wöchentlich mit anderen Teams und Coaches zusammen sitzt und an seiner Idee arbeitet. Kern des gesamten Programmes ist es, dass sich die Teams die Hände schmutzig machen. Es geht nicht um tolle Marketing Konzepte oder darum einen möglichst glatten Businessplan zu schreiben. Die Teams müssen für jede Veranstaltung mit 10-15 potentiellen Kunden sprechen und tief in ihr Thema eintauchen. Bei den gemeinsamen Sessions präsentieren sie dann ihren Fortschritt, arbeiten an Teilbereichen ihres Geschäftsmodells und tauschen sich mit den anderen Teams und den Coaches aus. Die Teams und ihre Ideen waren sehr vielfältig bei Startup Weekend NEXT Köln. Das Team um Cabismo will den Markt der Funkmietwagen mit zusätzlichen Kunden versorgen und das für Funkmietwagen sein, was myTaxi für die normalen Taxen ist. Das von mir betreute Team QDEGA will Kundenbindungsprogramme für die Gastronomie und weitere Branchen anbieten und hat seit dem Start des Programms bereits drei Kunden für sich gewonnen. Diese beiden Teams sind bereits etwas weiter mit ihrer Idee, arbeiten aber auch schon etwas länger an Konzept oder sogar Produktentwicklung im Falle von QDEGA. Andere Teams beschäftigen sich mit dem Markt für Micro Dienstleistungen (zB. IKEA Möbel aufbauen, Botengänge etc), der Organisation von Yoga Studios oder versuchen das Aufwachen & Verschlafen zu einem sozialen Ereignis zu machen (Snoozzz). Das spannende an den drei Wochen waren die Teams und Ideen, die unterschiedlicher hätten nicht sein können. Einzig der fehlende Entwickler zur Umsetzung der Idee zieht sich durch so gut wie jedes Team. Ich drücke den Teams die Daumen, ganz gleich ob sie ihre Idee jetzt wirklich in die Tat umsetzen oder die Veranstaltung als Chance gesehen haben, um die Denk- und Arbeitsweise zu verinnerlichen. "Get out of the building" ist und war das Motto. Erfolgreiche Firmen entstehen, indem sich die Beteiligten die Hände dreckig machen. Alle Ideen, Konzepte und Businesspläne sind nichts wert, wenn man den Kunden nicht spricht, versteht und erreicht. Hier noch einige Bilder zur Veranstaltung - Location war übrigens der STARTPLATZ im Mediapark. Das STARTPLATZ Team hat ebenfalls einen Artikel zur Veranstaltung geschrieben: [gallery link="file" columns="1"]
Tags dieses Artikels: lean startup, Startup, StartupWeekendNext und Unternehmensstrategie
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Es gibt 2 Kommentare zu diesem Artikel.

Thorsten am Montag, 17.12.2012

Anstatt ellenlange Businesspläne zu schreiben, sind solche Veranstaltungen sicher ein besserer Ansatz für angehende Startups. Tja, und die fehlenden Entwickler sind wohl (leider) bei so gut wie allen Veranstaltungen dieser Art ein großer Engpass. Von daher sollte man aus meiner Sicht zu Anfang immer schauen, ob man den Kern seiner Geschäftsidee nicht auch irgendwie mit einer selbsterstellten Wordpress-Variante auf die Beine stellen kann. Läuft die Sache gut an, ist es dann möglicherweise einfacher, gute Entwickler zu finden.

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Montag, 17.12.2012

Hey Thorsten, stimme dir da zu. Bevor man ohne Entwickler teuer entwickeln lässt und sich auf einen Ansturm vorbereitet (premature scaling) tun es Mockups und Klickdummies ja meist schon, um von den potentiellen Kunden zu erfahren, ob man auf dem Holzweg ist.

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Axel von Leitner

Mitbegründer von 42he. Beschäftigt sich mit den betriebswirtschaftlichen Dingen und steckt viel Herzblut in Design & Usability.
Axel schreibt insbesondere über Produktivität, Design und Startup-Themen.


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