Telekom Hybrid: Datenturbo auf dem Land? Ein Erfahrungsbericht

von Axel von Leitner im Juli 2015 in Tech

Seit einigen Monaten arbeite ich nun mit dem Hybrid Anschluss der Telekom in einer Kleinstadt in NRW, das sind meine Erfahrungen.

Als ich Ende letzten Jahres aus Köln in eine Kleinstadt - aka “aufs Land” - ziehen wollte, war der verfügbare Internetanschluss für mich als Selbstständiger immer ein Thema. Wir haben uns Häuser angesehen, bei denen maximal eine 1.000er DSL Leitung (1 MBit/s oder 1.000 kbit/s) möglich gewesen wäre, und haben diese Häuser auch deshalb von vornherein ausgeschlossen. Als selbständiger Software-Anbieter arbeite ich mindestens drei Tage pro Woche von Zuhause und bin ohne eine stabile UND halbwegs schnelle Leitung ziemlich gehandicapped. 

Obwohl ich auf die verfügbare Internet-Anbindung geachtet habe, war am Ende nur eine 6.000er RAM Leitung drin. Man kann sich das Haus ja nicht NUR anhand der Internet-Leitung aussuchen ;-)
Angekommen sind in der Regel ungefähr 5-6 Mbit/s und lag schon über dem, was man mir prophezeit hatte. Für ein bisschen Surfen, Audio-Streaming und Co. klappte das auch schon recht solide. Allerdings übertragen wir für die Arbeit regelmäßig größere Datenmengen und nutzen Screensharing oder Videotelefonie. 

Das neue Hybrid Angebot der Telekom kam mir insofern sehr gelegen. Hybrid bedeutet im Falle eines Internet-Anschlusses, dass nicht nur der reguläre DSL-Anschluss mit einem Kabel in der Erde, sondern zusätzlich die LTE-Funktechnik genutzt wird. LTE kennt man ansonsten von den mobilen Geräten und es ist die zur Zeit schnellste mobile Art der Verbindung, die man bekommen kann. Damit erreicht man in Großstädten teilweise über 100Mbit pro Sekunde. “Auf dem Land” versucht die Telekom mittels LTE Kosten beim verlegen der Breitbandkabel zu sparen. Denn natürlich ist es günstiger, alle x Kilometer einen Sendemast zu errichten, als jede noch so kleine Straße zu öffnen und neue Kabel zu verlegen. Auf dem Land kann man deshalb mit LTE Geschwindigkeiten bis zu 100Mbit pro Sekunde erzielen bestellen. In jedem Fall erzielt man jedoch ein Vielfaches der meisten Telekom DSL-Anschlüsse. 

Ich hatte also wenig zu verlieren, denn im schlimmsten Fall wäre die Hybrid-Technik nur unwesentlich schneller als meine normale Festnetz Leitung. Ich entschied mich für den “Magenta Zuhause Hybrid M Tarif” mit maximal 50 MBit/s im Download. Mehr kommt einige Kilometer Luftlinie entfernt vom Sendemast ohnehin nicht mehr an. 

Wie funktioniert die Mischung aus lokaler Leitung und Mobilfunk? 

Wann und wie genau die Kombination beider Verbindungen funktioniert, liegt verborgen im Speedport Hybrid Router. Die Telekom erklärt nur, dass die LTE Leitung bei Bedarf zugeschaltet wird. Die klassischen Beispiele sind Videostreaming oder größere Downloads. Wenn hingegen nur kurz E-Mails abgerufen werden, reicht dafür auch die klassische Leitung. Was genau “bei Bedarf” bedeutet, findet man jedoch nicht heraus. Die Telekom wird aber vermutlich noch externe Faktoren, wie die aktuelle Auslastung am Funkmast oder ähnliches berücksichtigen. Was eine Drosselung der Geschwindigkeit ab einer gewissen Datenmenge angeht, so kann ich aktuell nichts dergleichen berichten. Das deckt sich mit den sonstigen Berichten, die ich zu diesem Thema im Netz gefunden habe. Ich vermute also, dass es vorerst keine Einschränkung gibt. Das allein ist eine große Überraschung, wenn man den sonstigen Kurs der Telekom verfolgt. 

Aufbau & Einrichtung von Telekom Hybrid

Zunächstmal dauerte es rund zwei bis drei Monate, bis alle nötigen Unterlagen eingetroffen waren. In meinem Fall fehlte einfach noch die SIM Karte. Der Router stand da schon über einen Monat in der Ecke. Heute schreibe ich das recht nüchtern. Damals, nach ettlichen notwendigen Telefonaten, war ich schon kurz davor alles abzublasen. Fairerweise muss man dazu sagen, dass ich wohl einen der ersten Hybrid-Anschlüsse überhaupt bestellt habe. Im Call Center wusste anfangs noch niemand Bescheid, eine Routine beim Setup existierte einfach nicht. 

Der Aufbau ist ansonsten kaum anders, als bei einem normalen Festnetz-Router. Lediglich die SIM-Karte für den Mobilfunkempfang muss noch eingesetzt werden. Der war bei mir zu Beginn auch sehr gut, das heißt die Messung zeigte fast den vollen Ausschlag. Der Router stand an der Hausseite, die dem nächsten Sendemast zugewandt ist und direkt unterhalb eines Dachfensters. Die beste Position im Haus lässt sich mit der LTE-Abdeckungskarte der Telekom recht schnell recherchieren oder eben durch ausprobieren finden. 

Leistung

So gut der Hybrid Tarif auch klingt, die volle LTE Geschwindigkeit erreicht man nur im optimalen Fall, also wenn man direkt vor dem Mast sitzt, die Sonne scheint und sonst alle Menschen in der Umgebung ihre Geräte im Flugmodus haben. Fast jedenfalls. Zu Beginn empfing ich Geschwindigkeiten von 30.000-40.000 kbit/s, der heutige Speedcheck ergibt Download-Geschwindigkeiten von ca. 15.000 und Upload-Geschwindigkeiten von 6.000 kbit/s. Das zeigt ziemlich deutlich, wie sehr die Geschwindigkeit schwankt. Zumindest teilweise hängt die Geschwindigkeit sicher auch mit dem schwankenden Empfang zusammen, denn obwohl der Hybrid Router immer an derselben Stelle im Zimmer steht schwankt der Empfang zwischen 3 und 5 Strichen. Das wäre eine Sache, die ich sicher mit einer externen Antenne für den Router (Amazon Link) stabilisieren könnte und vielleicht mache ich das demnächst auch mal. Die Antenne muss dabei übrigens nicht tatsächlich außen am Haus angebracht werden, auf dem Dachboden würde je nach Dach wahrscheinlich schon völlig ausreichen, da die Empfangsstärke höher und die Antenne besser positioniert werden kann. 

Auch ohne die externe Antenne und verglichen zu der mir bisher verfügbaren Leitung sind 15 MBit/s aber bereits eine Verdreifachung, im Upload sieht es noch besser aus. Diese Differenz macht für meine Arbeit den Unterschied zwischen “geht zur Not” und “funktioniert reibungslos”. Konkret hatte ich vor der Umstellung auf Hybrid ziemliche Probleme beim Screensharing, mit der Hybrid-Leitung klappt das in der Regel ganz gut. 
Dass ich deutlich lieber einen Kabelanschluss mit der daraus resultierenden Geschwindigkeit und Konstanz hätte, ist wahrscheinlich jedem klar. Wer aber wie ich keine Alternative zur Telekom-Leitung hat, erzielt durch die Hybrid Technik eine deutliche Verbesserung. 

Eine Einschränkung muss ich noch machen, sie betrifft allerdings nur Programmierer: Ich hatte zu Beginn Probleme bei der Arbeit mit Bitbucket & Github sowie bei Deployments. Bei den gegenüberliegenden Servern klingelten offenbar die Alarmglocken, weil ich mich mit zwei verschiedenen Leitungen gemeldet habe. Nur so kann ich mir erklären, dass die Probleme ausschließlich bei meinem Hybrid Anschluss auftraten. In den Einstellungen des Speedports kann man aber für bestimmte Seiten oder Dienste Ausnahmen festlegen, so dass der Datenverkehr dorthin ausschließlich über die DSL-Leitung geschickt wird, und nicht über LTE. Zunächst half auch das nicht und ich musste immer mal auf Tethering über das Handy ausweichen, doch nach einigen Wochen waren die Probleme plötzlich beseitigt. Dies zeigt ebenfalls, dass an der Technologie noch hier und da geschraubt wird. 

Kosten

Als ich mich für den Hybrid Anschluss vormerken ließ, standen die Preise noch nicht fest. Insofern war ich gespannt, wo die Telekom den Tarif positionieren und wie sie ihn ausgestalten würde. Dass die Telekom dann laut Vertrag weder Drosselung noch LTE-Limit plante, überraschte nicht nur mich, sondern die gesamte Presse. Ebenso positiv überrascht war ich von dem relativ günstigen Preis. Die Flat mit Downloads bis zu 50 MBit/s (Uploads 10 MBit/s) kostet monatlich 34,95 Euro (5 Euro mehr nach 24 Monaten). Hinzu kommt der “Speedport Hybrid” mit monatlich 9,95 Euro oder eben für einmalig ca. 280 Euro bei Amazon. Ich bin grundsätzlich kein Freund von den Speedport-Geräten, habe aber mangels Alternativen erst einmal den genannten bestellt und nach knapp 2 Jahren bin ich bislang doch erstaunlich zufrieden. 

Fazit & Ausblick

LTE ist eine Technologie per Funk und verhält sich so, wie man es von Großveranstaltungen kennt: Wenn zu viele Leute an einem oder wenigen Funkmasten “saugen”, dann geht das selten gut. Es bleibt also abzuwarten, wie stabil und schnell der Empfang bleibt, falls mehr und mehr Haushalte in Kleinstädten zweigleisig fahren. Wenn es nach der Telekom geht, soll das bald der Fall sein. Um die Hybrid-Werbung im Bergischen Land kommt man jedenfalls nicht mehr herum. Noch mache ich mir als einer der ersten Hybrid-Nutzer aber ehrlich gesagt keine allzu großen Sorgen. Kaum einer aus meinem Bekanntenkreis ist bereit auch nur einen kleinen Mehrpreis für den Hybrid-Anschluss zu zahlen. Und das, obwohl die Differenz aktuell “nur” bei 10 Euro monatlich liegt (5 Euro mehr für den Anschluss, 5 Euro mehr Miete für den Hybrid Router). Für unsere Firma und meine Nerven sind diese 10 Euro jedoch gut investiertes Geld. 

Es gibt 53 Kommentare zu diesem Artikel.

Chris am Dienstag, 04.08.2015

Hallo, vielen Dank für den ausführlichen Bericht zu Ihren Erfahrungen. Wie erging es Ihnen mit der IP-Telefonie über Hybrid. Reicht DSL 1000 für die Übertragung von 2 gleichzeitigen Gesprächen? Ich verstehe alle bisherigen Beschreibungen so, das die Telefonie komplett über die Leitung geht, also nicht über die Funkstrecke. Würde mich über ein kurzes Feedback freuen.

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Mittwoch, 05.08.2015

Das kann ich schlecht einschätzen, da ich hier eher 4.000-6.000 habe und nicht 1.000. Hier haben wir grundsätzlich keine Probleme, allerdings ist unsere Telekom Leitung auch nach einem Gespräch zu. Man kann aber natürlich parallel noch über Skype oder über ein weiteres angeschlossenes VOIP Telefon sprechen. Bei mir ist das das Firmentelefon und das klappt auch parallel.

Ob der Router bei zu wenig Kapazität auch die Funkleitung dazu nehmen würde kann ich auch nicht sagen - es ist ja ohnehin eine totale Blackbox, wann man zusätzlich über LTE surft. Man kann es sich natürlich nur bei größeren Downloads denken, wenn die Geschwindigkeit über der DSL Leitung liegt.

Eine Einschränkung zur Telefonie würde ich aber noch machen: Im Büro haben wir auch nur eine recht lahme DSL Leitung (zwischen 6-10.000) und dort haben wir immer wieder mal Probleme mit der Telefonie, wenn die FritzBox (das größte Modell) überfordert ist. Wenn zB gerade ein großes Backup über WLAN gemacht wird, dann kann das Telefongespräch schon einmal stocken. Der Engpass ist hier aber nicht die Leitung (das Backup ist lokal), sondern der Router. Die Quality of Service Einstellungen in der FritzBox (zB hat Telefonie immer Vorfahrt vor allen anderen Diensten) ändern daran auch nichts, weil die FritzBox einfach überfordert ist. Ich will sagen: Solche Dinge können die Telefonie dann doch beeinflussen, wenn man einen IP Anschluss hat. Eine Wahl gibt es aber meine ich mittlerweile gar nicht mehr, jedenfalls nicht bei der Telekom. Dort bekommt man nur noch IP basierte Anschlüsse.

Thorsten Vetter am Samstag, 06.02.2016

Wir haben DSL 6000. Die Bereitstellung erfolgte, entgegen meinen Erwartungen, problemlos.

Zu unmöglichen Zeiten, z.b 6 Uhr morgens betrug die Geschwindigkeit 10mbit im upload und 20mbit download.

Aber tagsüber ging, trotz ausreichendem Empfang, gar nichts. Also wirklich totale Katastrophe. Stundenlange Suche nach optimalem Standort für den Router.

Dadurch, dass über LTE gar keine Daten übertragen wurden, war es langsamer als mit DSL alleine. Normales surfen nicht möglich, an streaming war nicht mal zu denken.

Zum Glück ging der Widerruf genau so problemlos, wie die Bestellung. Und nun haben wir wieder unsere drecks 6mbit und analoges Telefon. Nun müssen wir bloß noch die Anschlussgebühr zurück bekommen.

Stevie am Sonntag, 27.03.2016

Hallo, sehr guter Bericht.
Ich habe nun seit Januar 2016 Hybrid (auf dem Land!).
Hier wäre ausser Hybrid nur DSL light möglich.

Meine Erfahrung:
Tagsüber gehen die Werte, vor allem in den "Feierabend-Stunden"
zwischen 18 Uhr und 22 Uhr massiv runter. Habe DSL 2000 und die Speedoption M bis zu 50 Mbit/s.

Werte in den Feierabend-Stunden:
Download liegt zwischen 6000 kbit/s, Upload: ca. 4000 kbit/s

Mein bestes Ergebnis war früh um 4 Uhr morgens am Wochenende mit
Download 41000; Upload 9000

Tagsüber muss man bei HD-Videos auf Youtube folglich "vorladen", damit der Film nicht alle 2 Minuten gestoppt und nachgeladen wird.

Die Telefonie verläuft einwandfrei! Die Orginalfirmware XXX.057 läuft am besten. Alle neueren Versionen (alle wurden aufgespielt und getestet) führten anschließend zu schlechen Down- und Uploadwerten sowie schlechterem Ping!
Wenn man nix anderes bekommen kann, für den ist Hybrid sicherlich interessant. Man sollte eventuell Downloads auf Nachtzeiten verlegen.

Sebastian am Dienstag, 24.05.2016

Mich würde mal interessieren wie die Erfahrungen so sind wenn der Router im Keller hängt. Geht das mit dem LTE Empfang? Oder kann man es dann gleich sein lassen. Bei uns im neuen Heim sollen ganze 0,3MBit/s ankommen.

Jörg am Freitag, 08.07.2016

Wenn der Router im Keller hängt,dann geht es wohl ohne externe Antenne kaum. Mit wird es aber besser ,als den Router innen an der Hauswand zu haben. Und so eine externe Antenne ist ja für 30€ aufwärts zu bekommen. Wenn außer 800 MHz noch ne andere Frequenz ankommt,dann ein paar € mehr.

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Samstag, 09.07.2016

Da würde ich Jörg auch zustimmen, im Keller wird kaum LTE ankommen. Mit einer Außenantenne wird das aber klappen. Mit dem Router im Keller hast du aber ja noch ein anderes Problem: Wenn du nur den Router als WLAN-Sender nutzt, dann wird das WLAN Signal auch kaum aus dem Keller raus kommen in alle Ecken des Hauses. Ich nutze dafür dann Devolo Powerlan, hier zB ein Starterset bei Amazon für 115 Euro.

Funktioniert recht einfach: Neben den Router stellst du das Teil ohne WLAN und steckst ein LAN Kabel vom Router in das Devolo Teil. Devolo spannt dann über das Stromnetz ein LAN auf, welches der andere Adapter dann am anderen Ende des Hauses aufnehmen kann. Dort erweitert er dann ein WLAN mit demselben Namen / Passwort auf, wie der Router aus dem Keller. Ergebnis: Überall recht flottes WLAN. Also ich bin mit den Devolo Teilen wirklich zufrieden. Habe noch einen zweiten WLAN-Adapter bei uns im Keller, damit ich in meinem Fitness Raum auch WLAN habe. Mein Router steht oben im Haus, also genau anders herum.

Wolfgang Schmitz am Samstag, 16.07.2016

Ich beabsichtige eine Umstellung auf den Hybridanschluß der Telekom. Habe einen IP-Anschluß, DSL kommt mit ca. 14.000 an. Laut Telkom Netzabdeckung sind im LTE bis zu 150 m/bit verfügbar.
Meine Frage wäre: Erhöht eine Außenantenne die Empfangsqualität bzw. den möglichen Datendurchsatz. Im Haus ist sehr viel Beton verbaut,habe Zweifel das LTE ohne diese vernünftig funktioniert.

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Sonntag, 17.07.2016

@Wolfgang: Die Außenantenne trägt auf jeden Fall zum besseren Empfang und damit zur konstanteren Leistung bei, vielleicht ist sie aber nicht unbedingt nötig.
Wenn du sehr dicht an dem Empfangsmast wohnst und den Speedport auf der Hausseite in Richtung Mast hast, dann würde ich vermuten du bekommst auch ohne die Antenne konstant 4-5 Balken (nahezu Vollausschlag). Wenn es schwankt oder grundsätzlich schlechter ist würde ich mir eine Antenne besorgen.

Die LTE Antenne muss übrigens auch vielleicht nicht außen am Haus angebracht werden: Ein Bekannter von mir hat die Antenne auf seinem Dachboden angebracht und das Kabel einfach nach unten gelegt. Das macht es deutlich einfacher und er hat so super Ergebnisse. Er hat diese LTE Antenne gekauft: LTE Hochleistungs - Antenne (800 MHz).

Florian am Mittwoch, 17.08.2016

@Wolfgang Ich habe Hybrid seit Anfang 2015 und bin sehr zufrieden. Auch ich betreibe eine Aussenantenne und die Verbesserung ist spürbar. Habe immer 4 - 5 Balken am Speedport. Wobei ich den Speedport solo stehen habe und der DSL Verkehr über eine Fritzbox läuft, da es leider bei mir nicht anders zu realisieren war wegen meinem Telefoniesetup.

Reinhard am Sonntag, 21.08.2016

Wenn ich die Arbeitsweise des Speedport Hybrid richtig verstanden habe, wird ja bevorzugt die DSL Leistung genutzt und erst wenn diese nicht ausreicht LTE additiv zugeschaltet.
Was passiert eigentlich im Zusammenhang mit dem Speedport Hybrid, wenn das DSL Signal ausfällt oder die DSL Zuleitung vom Router abgezogen wird? Bleibt LTE in dem Moment weiterhin nutzbar? Hat da jemand Erfahrungen gesammelt?

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Montag, 22.08.2016

@Reinhard: wie genau der Router arbeitet ist nicht so recht transparent, die LTE Nutzung wird aber sicher von der jeweiligen LTE Auslastung und deiner Nutzung abhängen, sprich wenn dein Funkmast gerade beschäftigt ist bekommst du weniger LTE und wenn nur dein Laptop alle paar Minuten die E-Mails abfragt ebenso wenig. Meine Erfahrung ist was die Geschwindigkeit angeht aber recht gut, die Geschwindigkeit kommt schon an sobald man Downloads startet, mit Video telefoniert oä.

Mein Verständnis ist, dass das LTE Signal auch alleine genutzt wird, falls die DSL Leitung ausfällt. Ausprobiert habe ich es aber auch noch nicht. Vielleicht ziehe ich demnächst mal das Kabel und gucke, was passiert. :-)

Oel am Dienstag, 06.09.2016

Meine Eltern wohnen auch zu ländlich, als dass es dort anständige Leitungen gäbe. Ist bei jedem längeren Besuch ein Ärger. Als dann die Hybridtechnik versprochen wurde, waren alle sehr gespannt. Ich habe es also für sie angemeldet. Geld haben die Affen von der Telekom auch gerne schon genommen. Dann haben sie uns 10 Wochen warten lassen um uns dann zu sagen "Oh geht doch nicht bei ihnen, sorry, tschüß." Moderne Zeiten in denen wir leben.

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Mittwoch, 07.09.2016

@Oel: lch kann nicht sagen, dass ich ein begeisterter Telekom Kunde bin, aber wenn das mit dem Hybrid erstmal steht, dann sind meine Erfahrungen ganz gut.

Warum dann kein Telekom Fan? Gerade haben sie unseren lange geplanten Umzugstermin im Büro einfach eine Woche verschoben ohne uns Bescheid zu sagen - jetzt sitzen 10 Leute hinter einem Surfstick, die Hotline kann auch nur vertrösten, nicht helfen.

Steffen am Freitag, 07.10.2016

Wir haben seit ein paar Monaten auch DSL Hybrid 16.000. Die DSL Leitung ist eine 2.000er. Wir wohnen in einem 3.000 Einwohner Ort und keiner hat Internet über DSL 2.000,obwohl nur 5km von einer Großstadt entfernt. Viele haben das Hybrid, deshalb obliegt es extremen Schwankungen! Morgens erreicht man die 16.000 und übertrifft sie sogar, das hört dann aber recht schnell auf. Mittags sind es noch ca. 6.000-7.000, bis es dann ab 15-16 Uhr bis 21-22 Uhr komplett zusammenbricht und nur noch 2.000 sind. Für Leute die morgens eh an der Arbeit sind, macht es bei uns nur bedingt Sinn... Im Prinzip habe ich nur den Turbo, wenn ich nicht Zuhause bin. Auf dem Land, wo weniger LTE nutzen, mag das nicht so krass sein. Fazit: nehmt den billigsten Tarif bei 1&1 im ersten Jahr sogar nur 9,99€ und stockt dafür eueren Smartphonetarif um ein paar Gb auf.

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Sonntag, 09.10.2016

Hey Steffen, Danke für deine Erfahrungen - vielleicht sagst du uns noch, in welchem Ort oder nahe welcher Großstadt du deinen Hybrid Anschluss hast - dann stolpert vllt der eine oder andere hier darüber (und du bekommst nicht noch mehr Konkurrenz) ;-)

Über den Smartphone Tarif zu gehen kann man natürlich machen, wenn man Zuhause nur etwas schneller auf der Couch surfen will. Für datenintensive Dienste wie Streaming oä hilft das aber ja auch leider nicht.

Martin am Sonntag, 06.11.2016

Ich überlege auch gerade meinen aktuellen Anschluss (regionaler Anbieter LK Ravensburg), gegen Hybrid Tarif zu tauschen. Da ich mir gerne über die LTE Leistung vor Ort ein Bild machen wollte, hat mich die Telekom auf ein interessantes Angebot aufmerksam gemacht.

https://www.telekom.de/unterwegs/tarife-und-optionen/data-comfort-free

Hiermit kann ich z.B. mit meinem LTE fähigem Handy oder Tablet erstmal LTE bei mir zuhause ausgiebig testen. Finde ich eine super Option.

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Montag, 07.11.2016

Hey Martin,

Danke für den Tipp. Für einen groben LTE Test des Telekom Netzes ist das sicher gut. Nur als Tipp: Der Router wird aber tendenziell (je nach Standort) einen stabileren Empfang haben, allerdings bekommst Du über den Hybrid Tarif ja auch nicht dauerhaft die volle LTE Geschwindigkeit zugesichert.

Maik am Freitag, 11.11.2016

Finger weg von der Telekom. Egal, welcher Tarif. Einfach nur schlechter Service.

Habe auch zwangsweise seit über 1 Jahr 16.000 Hybrid. (Es gab und gibt nichts anderes hier auf dem Land - DSL Leitung: max 1000 M/bit) Anfangs war die Geschwindigkeit meist um die 10000 aber in den letzten Monaten teilweise um die 2000-3000. Dies ist auf keinen Fall akzeptabel, da ich doch nicht gerade wenig dafür bezahle. (45,00 € inkl. Miete für Speedport)

Also ans Telefon und den Kundenservice ran geholt. Und hier zeigte sich wieder, dass die DEUTSCHE Telekom nichts gelernt hat. Meist (eigentlich) immer wenigsten 25 min in der Warteschleife, dann unqualifizierte Mitarbeiter, jeder sagt etwas Anderes.

Die Aussage vom einen: "Ja, es liegt eine Störung vor." bis zu einer anderen: "Ich muss mich damit abfinden, dass die Geschwindigkeit soweit reduziert und es liegt nicht an der Leitung."

Für mich steht fest: Sonderkündigung und nie wieder Telekom.

Sei zuletzt noch erwähnt. Die Mitarbeiter von der Kundenrückgewinnung, ja soetwas leistet sich die Telekom, haben null Kompetenzen und wollten mir doch tatsächlich einen normalen 16000 DSL Tarif für 34,95 verkaufen. Natürlich erneut für 24 Manate. Neukunden bekommen diesen für 19,95 das erste Jahr. Will die Telekom nun Kunden behalten oder nicht.

Die Krönung: Ich musste ihn darauf hinweisen, dass das bei mir gar nicht möglich ist. ......

Joachim am Donnerstag, 08.12.2016

Bin zufällig auf diese Seite gestoßen.

From Maik: Bashing und dann noch Betonung DEUTSCHE hier auf "Software mit Kultur".

Das Anreißen eines solchen LTE-Themas - mit explosivem Wachstum pro Jahr - kann nur solche Kommentare erzeugen.

Killt den Post!

Gruß
Joachim

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Freitag, 09.12.2016

Sorry Joachim, aber bei Deinem Kommentar komme ich nicht mit. Was hat der Kommentar und überhaupt mein LTE Post mit unserer Software Firma und unserem Claim "Software mit Kultur" zutun?

Joachim am Samstag, 10.12.2016

Da bin ich wohl falsch rüber gekommen. Ich meinte mit "Killt den Post" den Kommentar von Maik.

Dein Artikel ist hervorragend und deckt sich mit meinen Erfahrungen mit Hybrid. Danke dafür.

Gruß,
Joachim

Maik am Montag, 26.12.2016

Hallo Axel,

eigentlich wollte ich hier nur meine Erfahrungen mit meinem LTE Anschluss weitergeben. Wenn mich nicht alles täuscht, ist dies auch Sinn und Zweck dieser Seite.
Der Kommentar von Joachim zeigt aber, dass wohl ngative Erfahrungen manchem nicht gefallen. Und "Killt den Post" finde ich dochh sehr übertrieben.
Auf jedenfall finde ich es gut, dass du meinen Post nicht "gekillt" hast.

Und noch etwas Joachim, DEUTSCHE hätte ich auch klein schreiben können, ändert aber nichts an meine Erfahrungen mit der Telekom.

schöne Weihnachten noch
Maik

Uli am Mittwoch, 28.12.2016

Wie haben - ebenfalls im Bergischen - auch einen Speedport Hybrid, notgedrungen. Aber auch nach einem Jahr ist das Ding für uns eine Blackbox. Nachdem die Telekom die hausinterne Kabelverwurstelung in Ordnung gebracht hatte (wir können uns übrigens über deren Service nicht beklagen, ging alles ruckzuck), haben wir hier knapp 11 Mb Download. Aber nie mehr. Wobei der Telekom-Techniker sagt, man könne mit den im Netz erhältlichen DSL-Speed-Messprogrammen eben nur das DSL-Signal messen, nicht, was LTE draufschaltet. Weiß dazu jemand was zu sagen? Denn wenn das stimmt, kann man ja als Kunde nie erfahren, was die Telekom liefert…
Wenn ich übrigens das DSL-Kabel vom Speedport abklemme und dann messe, funktioniert es auch, doch dann sind es es gerade mal gut 2 Mb, die ankommen. Das heißt aber auch, LTE funktioniert auch ohne DSL. Nur eben mager…

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Mittwoch, 28.12.2016

Hey Uli, Danke für die Info dass der Hybrid-Router auch ohne das Kabel funktioniert. Wenn also mal der Bagger das Kabel trennt ist man also nicht ganz aufgeschmissen.

Wenn Du nie über die 11Mb Download hinaus kommst, dann habt ihr kein tolles LTE Signal? Was sagt denn der Ausschlag am Router oder in der Konfiguration? Wenn Du nicht annähernd am Vollausschlag bist, dann würde ich eine externe Antenne auf den Dachboden stellen. Wenn das Signal nicht total Käse ist, dann würde die Geschwindigkeit je nach Tageszeit sicher auch mal deutlich darüber hinaus gehen.

Florian am Donnerstag, 29.12.2016

@Uli : Ja, der Hybrid funktioniert perfekt ohne DSL, und dann nur via LTE. Das ist eine Fallbacklösung, falls DSL einmal ausfällt. Damit man noch online sein kann.
Ich betreibe dieses schon seit mehr als 12 Monaten in der Konstellation. Hybrid ausschließlich LTE und eine Fritzbox 7390 ausschließlich DSL, da ansonsten meine Telefonie nicht funktionieren würde ( etliche Tutorials im WWW durch, aber kein Erfolg ).
Ich route den Traffic intern indem ich den Endgeräten den jeweiligen Gateway mitgebe. Somit werden beide Leitungsteile gleichmäßig ausgelastet :)

Karin am Montag, 20.02.2017

Hallo Leute,

vorab - ich bin ahnungsloser DAU.
Wir haben in Hürth (50354) ein sehr mageres Netz.
Nun stehe ich vor der Entscheidung über NetCologne per Kabel angeschlossen zu werden oder von der Telekom durch Hybrid mehr Volumen zu erreichen. Wenn man das hier liest, erkennt man schnell, das Kabel dem Hybrid zu bevorzugen ist. Aber laut Mundpropaganda hat NetCologne immer wieder Störungen. Deshalb bin ich verunsichert. Kann dazu jemand etwas sagen?

Im übrigen habe ich mit der Hotline von der Telekom telefoniert und die Dame hat ausgesagt, dass bei einem 50er Vertrag mindestens 27 erreicht werden müssen, sonst könne man eine Störung melden. Für den 100 er sogar 60-70. Das ständ so in den AGB.

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Montag, 20.02.2017

Hey Karin,

ich war früher (vor 5+ Jahren) mal bei Netcologne und hatte damals wenig Probleme, habe das aber auch schonmal anders gehört. Es ist aber egtl fast überall so, dass Du bei Problemen irgendwie aufgeschmissen bist und immer länger wartest, als Du es Dir wünschen würdest. Das ist bei der Telekom nicht anders.

Hast Du das Problem mit den Störungen bei Dir in der Nachbarschaft / Umgebung gehört oder von dem Freund der Freundin, dessen Onkel in Nippes wohnt? ;-)

Ansonsten würde ich Dir zustimmen und Kabel den Vortritt vor Hybrid geben. Hybrid ist eine gute Option, wenn man kein Kabel oder schnelles DSL bekommen kann, aber die Verbindung ist eben lange nicht so konstant schnell, wie bei einem Kabel.

Zur Hybrid-Garantie: Dass Du meckern kannst, wenn die Geschwindigkeit regelmäßig weit unter dem versprochenen ist, kenne ich auch so. Was aber ist, wenn die Funk-Leitung am Abend stark beansprucht ist und Du daher nichts abbekommst, das kann ich ich Dir nicht sagen.

Martin am Dienstag, 21.03.2017

So muß ein Erfahrungsbericht geschrieben sein!

Für mich steht fest, das ich den Hybridanschluss bestelle.

Danke für die unfreiwillige Entscheidungshilfe!

Joachim am Dienstag, 21.03.2017

Wo und mit welcher Geschwindigkeit Hybrid möglich ist, sagt einem die Telekom und wenn dann die erste Verbindung steht - meist über eine 800 MHz Verbindung zu einem mehr oder weniger weit entfernten gut ausgelastetem Sendemasten - das Telekom hilft - Forum.
Dort habe ich genaue Informationen zu Antennenstandorten erhalten. Dann bin ich von guten 20 MBit/s / 3 MBit/s (Tagesdurchnitt) mit einer 800 MHz MIMO Antenne (und 6000 RAM DSL) auf eine 1800er MIMO (beides sind novero Antennen) umgestiegen. Nun mit 30 MBit/s / 8 Mbit/s (Tagesdurchnitt). Ich habe mich sehr genau mit externen Antennen, Kabeln, Dämpung und Frequenzen beschäftigt. Es gab auch einige Rückschläge, da der 800 Mhz Sendemast hier sehr stark einschlägt und im Router dadurch Probleme auftraten. Auch in der Stabilität mussten wir optimieren und die Störungsdienstler (die Funker!) kamen einige Male zum Einsatz. Am Ende gab es einen Profi, der wusste, was los war. Das erforderte aber einige Warteschleifen meinerseits in der Hotline.
Das kann den einen oder anderen dazu verleiten, "Finger weg! Schlechter Service!" Posts zu schreiben. Man sollte sich aber im klaren sein, worauf man sich einlässt. Ein Dienstleister mit Millionen Kunden, der einem diesen Dienst als Privat Hansel für einen Appel und ein Ei zur Verfügung stellt. Werdet einfach Business Kunde, dann gehr es natürlich schneller.

Fazit ist ein Internetanschluss, von dem ich jahrelang geträumt habe und worauf ich an meinem Ort (durch Kabel) noch werde Jahre warten müssen.

Gruß,
Jo

Jonas am Dienstag, 30.05.2017

Vielen Dank für den Erfahrungsbericht.

Auf einer Bauernhof mit DSL 5000 und elf Leuten im Haus sehnte ich mich lange nach einer Alternative. Nun bestelle ich Magenta Hybrid, den Router habe ich vor wenigen Augenblicken für 150 Euro auf Ebay gekauft. Das ganze möchte ich mit einem Ubiquiti Access Point im Dachstuhl befestigen, bei schlechtem Empfang wird eine Antenne das Gespann ergänzen.

Glasfaser wäre mir lieber. Trotzdem rückt mit LTE der Traum vom schnellen Internet auf dem Land etwas näher.

Christin Träger am Mittwoch, 21.06.2017

Hallo, wirklich guter Artikel. Selbst in der Großstadt ist ein solcher Anschluss interessant. Weiß jemand, ob ich irgendwie damit über diesen Anschluss eine feste IP-Adresse bekommen kann?

Viele Grüße aus Berlin, Christin

Wolfgang K am Montag, 18.09.2017

Hallo, ich bin durch oben mehrfach geschilderte Probleme auf diese Seiten gestoßen. Herr von Leitner - toller Bericht! Versprochen von der Telekom Hotline (wie üblich) "sind bei Ihnen mindestens 13 Mbit/s möglich". Da über die reine Kupferkabelverbindung (bei uns im Ort) nur ca. 2 Mbit/s (1und1 für € 9,99) ankommen - für mich beruflich zu wenig - habe ich den Vertrag "TELEKOM Magenta Zuhause Hybrid M(2)" für € 34,95 im 1. Jahr abgeschlossen. Am 1. Tag gemessen - 14 Mbit/s - TOLL. Dann aber nach 2 Tagen die Ernüchterung: Datenraten zwischen 6 Uhr morgens mit 13,5 Mbit/s und 21.30 Uhr mit 2,8 Mbit/s. Alle paar Tage Reklamtion bei der Hotline (Wartezeit jeweils ca. 25 Minuten!! - mehrfach mit der "erweiterten" Technikabteilung gesprochen - Aussagen "von Router an andere Stelle im Haus setzen" (der steht auf der Fensterbank, 1.000 Meter vom LTE-Mast entfernt in fast freier Sichtweite) über "bei 2 Balken in der Anzeige nicht mehr möglich" zu "der Funkmast ist überlastet, wir prüfen noch". Und nach jeder Reklamation wurde am nächsten Tag als erledigt abgeschlossen.
Ich werde wohl wegen Nichterbringen der Leistung kündigen, mal sehen, ob das funktioniert...

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Dienstag, 19.09.2017

Mich wundert jetzt erstmal, dass der Empfang schwankt. Das passt eigentlich nicht dazu, dass die Distanz recht kurz und ohne Unterbrechungen ist. Vorausgesetzt es hat am Abend um 21.30 nicht gerade wie aus Eimern geregnet.
Naheliegender ist ja der Zusammenhang vom LTE-Einbruch mit dem Online-Video-Verhalten Ihrer Gemeinde. ;-) Ich hatte über den Tag auch Schwankungen, konnte damit aber halbwegs leben, weil es mir eben gerade tagsüber um eine stabile Leitung ging. Wenn man den Sendemast gerade Abends nutzen will, dann ist das natürlich ärgerlich.

Wenn Sie noch etwas Hoffnung haben, dann könnten Sie es ja einmal mit einer externen Antenne, wie oben beschrieben versuchen. Die sollte auch auf dem Dachboden für einen deutlich stabileren Ausschlag sorgen.

Beste Grüße und toi toi toi

Bernd Steinhäuser am Dienstag, 10.10.2017

Hallo zusammen,

auch ich bin leidgeplagt beim Thema DSL. Bin bisher Vodafone-Kunde. Wir wohnen sehr (!) ländlich (PLZ 47877), d. h. wir haben noch Überlandleitungen und obwohl ich eine 6000er Leitung bezahle, kommen max. 2000 an. Ja, ich weiß, es heißt immer "bis zu", aber über die 2000 komme ich halt definitv nicht. Da ich den ganzen Tag beruflich am PC sitze, nutze ich das Ding zuhause sehr wenig. Mailen und surfen für den Hausgebrauch funktionieren soweit gut, habe aber auch keine großen Dateianhänge downzuloaden. Selbst der Besuch von Mediatheken (z. B. WDR) und die Nutzung von SkyGo klappt einigermaßen akzeptabel (anfängliche Unschärfe, die dann aber besser wird, danach läuft der Film stabil). Vodafone erlässt mir kulanterweise 5 Euro pro Monat auf den günstigsten Tarif. Glasfaser werde ich (Jahrgang 1972) wohl nicht mehr auf unserer Straße erleben.

Seit 4 Wochen bricht in unregelmäßigen Abständen die DSL-Verbindung ab, der Router (easybox) schaltet auf Störung und ich muss ihn neu starten, damit ich wieder ins Internet komme. Die Abbrüche erfolgen mal nachts, mal tagsüber, mal während der eigenen Nutzung, mal wenn keiner zuhause ist. Ein "System" bzw. eine Logik ist nicht erkennbar.

Das Ergebnis meiner ersten Reklamation: ich solle ein Update für den Router machen - habe ich gecheckt, Router war auf dem aktuellsten Stand. Dann wurde ein Techniker rausgeschickt, der die TAE-Dose zwar austauschte, mir aber sagte, dass es an dieser nicht liege. Es müsse ein neuer Router her. Dieser wurde dann auch über Umwege ausgeliefert (Zug-um-Zug-Tausch mit einem GLS-Fahrer - bitte erspart mir die (haarsträubenden) Details). Die Inbetriebnahme des neuen Routers (gleiches Modell wie zuvor) erbrachte ... keine Besserung.

Also wieder mit der Hotline Kontakt aufgenommen und den nächsten Technikertermin vereinbart. Es kam ein Techniker (Subunternehmen), der mir erklärte, dass "die Leitung voll" sei und vermutlich einer meiner Nachbarn nun mehr Leistung hätte, was zu meinen Lasten ginge und damit zu den Abbrüchen führe. So die Erläuterung für einen technischen Laien wie mich. Da Vodafone die Netzkapazitäten von der Telekom nur miete und wohl keine Kapazitäten mehr vorhanden seien, müsse ich mit dem Problem wohl leben. Man wolle aber mal bei der Telekom nachfragen, warum es plötzlich zu diesem Fehler komme. Auf das Ergebnis warte ich nun schon über eine Woche. Kenne das aber zur Genüge aus dem Arbeitsalltag, wenn jemand sagt "ich nehme das Thema mal mit". ;-) Allerdings wies mich der Techniker auf ein Sonderkündigungsrecht hin.

Frage 1: Ist das mit dem Sonderkündigungsrecht wirklich so? Stichwort: nicht erbrachte Leistung? Ich stelle mir das vor wie beim Autohändler, dem ich ja auch die Chance der Nachbesserung einräumen muss. Dies ist hier zweimal erfolglos passiert.

Frage 2: Eine Nachfrage bei der sehr freundlichen (meine ist durchaus ernst) Hotline der Telekom ergab das Angebot von "MagentaZuhause S Hybrid" für 19,95 Euro/Monat in den ersten 12 Monaten zzgl. 9,95 Euro/Monat Miete für den Hybrid-Router. Besteht hier wirklich die Chance der "Heilung" meines Problems, weil a) die Telekom Herr über die Leitung ist, und b) bei Bedarf auf LTE umgeschaltet wird? Laut Test auf der Homepage durch mich und Test des Hotlinemitarbeiters während des Telefonates würden bei uns "bis zu 16 Mbit" funktionieren. Garantieren will mir das aber natürlich keiner.

Ich trage mich ernsthaft mit dem Vorhaben des Wechsels. Dabei kommt es mir noch nicht einmal auf mehr Bandbreite an, sondern "nur" darauf, dass das Ganze stabil läuft und ich nicht permanent den Router neustarten muss (was auf Dauer auch nicht gut für das Gerät sein dürfte). Also einfach nur wie die letzten 11 Jahre - ohne die letzten vier Wochen.

Ich freue mich auf Rückmeldungen!

Florian am Dienstag, 10.10.2017

Hallo Herr Steinhäuser,

Hybrid schaltet automatisch LTE hinzu, wenn die Kapazität der "normalen" DSL Leitung erschöpft ist oder aufgebraucht wird.
Jedoch ist auch dieses nur teilweise befriedigend, bzgl Shared Medium bei LTE u.ä. Ich habe aktuell 1,2 MBit DSL ( kein Witz, Leitung macht wohl Ferien ) und aufgrund der Ferien im LTE Band Abends auch nur maximal 8 - 9 MBit .
Aber ansonsten ist alles super perfekt.
Sie können eigentlich ganz einfach schauen, wie es mit der Telekom ist, wenn Sie ein handy mit D1 Vertrag inkl. LTE haben. Haben Sie damit guten Empfang, klappt es auch mit Hybrid. So ist jedenfalls meine Erfahrung.
Leider kann ich Ihnen beim Sonderkündigungsrecht nicht weiterhelfen

Bernd Steinhäuser am Mittwoch, 11.10.2017

Hallo Florian,

danke für Ihre Antwort. Das klingt ja alles sehr vielversprechend. 8-9 Mbit wären ein Traum für mich. Ich wäre sogar mit weniger zufrieden. ;-)

Ich habe nun den ersten Schritt durchgeführt: die außerordentliche Kündigung an Vodafone wurde heute per Fax übermittelt. Ich bin gespannt, ob diese akzeptiert wird. Rein vorsorglich habe ich eine Frist zur Behebung des Mangels eingeräumt und darauf den Zeitpunkt der Kündigung abgestellt.

Mal sehen ob und was nun passiert ...

Robert am Donnerstag, 12.10.2017

Hallo zusammen.
Ich habe eine DSL 16.000 er und ein Speedport SMART. Die Up- und Downloadwerte sind sehr gut, auch die WLAN Verbindung im Hause – Prima. Viele hier im Forum wären mit Sicherheit froh diese Umstände zu haben.
Mein Problem liegt bei ENTERTAIN TV. Mit einer 16er Leitung kann ich keine 2 Receiver mit jeweils 2 x HD betreiben. Laut Auskunft von einem freundlichem Chat Berater ist es durch Hybrid möglich eine 50er Leitung zu bekommen. Hier hätte ich dann die Möglichkeit mit 4 x HD Entertain TV Plus.
Nimmt die Blackbox Hybrid Router das LTE Signal ( zwischen 40 und 90 Mbps) auch für das Entertain TV ??? Wer hat die Verbindung Hybrid und Entertain und kann mir dazu etwas berichten ????
Liebe Grüße -- Robert

Bernd Steinhäuser am Freitag, 13.10.2017

Hallo zusammen,
siehe meine o. g. Schilderung. Vodafone hat sich heute telefonisch gemeldet und meine Sonderkündigung akzeptiert. Schriftliche Bestätigung folgte umgehend. Ach wären die doch immer so lösungsorientiert gewesen ...
Soeben habe ich bei der Telekom den MagentaZuhause S Hybrid nebst Hybrid-Router bestellt. Aufschaltung Mitte November - so lange bleibt der Vodafone-Anschluss erhalten. Kostenmäßig verändert sich das Ganze für mich nur marginal. Bin mal gespannt ob es besser wird. Ich werde berichten!
Allen ein schönes Wochenende.

Robert Rusch am Mittwoch, 18.10.2017

Hallo,
ich hatte mich auch schon auf mein Hybrid-Anschluss gefreut, da ich "nur" eine 6000er Leitung anliegen hab. Ich hab es dennoch gestern wieder abbestellt, nachdem ich das xte Telefonat mit der Telekom hatte und endlich jemanden dran hatte der Ahnung hatte. Ich hätte mir einen 50000er Anschluss bestellt und hätte aber von Anfang an eine schlechte Verbindung die beste Messung lag mal bei 10000, in der Regel aber um 2000 und abends sogar nur bei 500. Nach dem ich etwas im Router gestöbert hatte (meine Kenntnisse sind eher Mittelmäßig), fand ich die Option "DSL ohne LTE" und auf einmal hatte ich 4500 kbit. Die nette Dame gestern erzählte mir dann gestern das es wohl Softwareprobleme mit dem Router gibt und die Telekom schon wir längerem auf ein Update von Huawai wartet. Da ich aber keine Lust hatte für etwas zu bezahlen was ich nicht nutzen kann, habe ich es abbestellt und werde wieder meine Fritzbox nutzen. Man hätte mir zwar die Unkosten (Routermiete) nach dem Erhalt des Updates erstattet, aber sie könnte mir nicht sagen wie lange das noch dauert.

Bette Rose am Mittwoch, 18.10.2017

Erst mal vielen Dank für den Thread!

Meine Eltern leben am Niederrhein und zwar so auf dem Acker, dass es nur eine dünne (384er-?) Leitung gibt. Lange Zeit haben sie sich bei der Telekom mit doppelter ISDN-Geschwindigkeit begnügen müssen, bis Vodafone "LTE zu Hause" anbot und sie als Kunden der ersten Stunde wechselten. Der Nachteil bei Vodafone ist, dass sie die Datenmenge/Monat auf 15 GB oder wenn man bereit ist 50€/Monat zu zahlen, 30 GB deckeln. Damit ist Streaming von Videotheken, aber auch schon exzessives Internetradio-Hören wie meine Mutter es betreibt, echt zu teuer, aber es ist auch nicht so viel Geschwindigkeit drin, am Abend wie auch am Wochenende.

Jetzt haben wir beschlossen es mit Magenta M Hybrid zu probieren. Der Mast steht direkt vor dem Hof meiner Eltern (und ist witzigerweise schon zwei mal auf das Auto meines Vaters gefallen!). Wenn ich es richtig verstehe, haben sie daneben aber sonst keinen Vorteil davon, dass der Mast so nah ist?

Die Informationen der Telekom schwanken, je nachdem mit wem man telefoniert. Stand aktuell: Wir sollen einen Vertrag schließen und dann würde geprüft was geht. Möglich via Hybrid, wäre es wahrscheinlich schon... Zwei Nachbarn haben eine Max 16.000-Leitung, aber wenn der eine Nachbar (ein Verein, der DSL gar nicht wirklich nutzt, diese Leitung an uns abgeben wolle, ginge das nicht, denn sie könnten nicht sehen, ob jemand einen Anschluss wünscht, der in Wartestellung ist und dann den Vortritt vor uns habe.

Zu Hybrid hätte ich ein paar Fragen:
Spielt es eine Rolle, dass der Mast so nah ist? Kann das zu Störungen führen?
Gibt es hier jemanden, der mir berichten kann, ob und wie Hybrid M funktioniert, wenn es nur eine Leitung mit so geringem Durchsatz gibt? Muss ich mir Sorgen machen, dass die Telekom das schlechter hinbekommt, als Vodafone mit reinem Funk?

Zwischen dem Standort des Routers und dem Mast befinden sich 2 Wände und eine Außenmauer. Müsste ich da mit einer Antenne arbeiten?

Wir nutzen innerhalb des Hauses Devolo, da der Empfang in einem so großen Gebäude so besser funktioniert. Außerdem gibt es zwei Fernseher, die auf Mediatheken zugreifen könnten. Wie ist da die Erfahrung gerade Abends und am Wochenende? Wenn ich etwas warten muss, damit der Stream im Hintergrund lädt, wäre das hinnehmbar, wenn es dann nicht dauernd zu Abstürzen käme.

Telekom Affe am Freitag, 27.10.2017

Hallo an Alle Hybrid Nutzer,
ich habe jetzt viele Berichte gelesen, aber nicht alle.
Auf jeden Fall den, mit der Beschreibung Telekom Affe, deshalb nenne ich mich jetzt auch mal so.
Was anscheinend noch niemand mitbekommen hat, ist, das die DSL/LTE (Hybrid) Festnetzanschlüsse zweitrangig von den Sendetürmen bedient werden. Das heißt: als erstes werden die Mobilen Geräte bedient, danach die Hybrid Anschlüsse. Im Klartext: Wenn ein Bus Touristen vor Eurem Haus steht und Fotos macht und anschließend jeder seiner Familie dieses Foto schickt um zu zeigen wie schön oder hässlich es ist, haben alle Hybrid Nutzer eine richtig mies niedrige Leitung. Daher kommen auch Eure heftigen Geschwindigkeitsschwankungen. Freundliche Grüße Ein Telekom Affe

Stevie am Mittwoch, 01.11.2017

@Telekom-Affe: Wer sich mit Hybrid auseinandersetzt, weiss sehr wohl von der unterschiedlichen Priorisierung. Allerdings halte ich diese Technik lediglich für eine Zwischenlösung bis am Ort VDSL oder Glasfaser verfügbar ist.

Die starken Geschwindigkeitsschwankungen sind sehr wohl bekannt. Sobald am jeweiligem Standort VDSL/Glasfaser verfügbar ist, wird jeder darauf umschwenken und Hybrid ist Geschichte!

Hucky am Freitag, 29.12.2017

Hallo Axel, sehr schöner und lesenswerter Erfahrungsbericht. Ich selbst verfüge über einen Magenta Zuhause S Anschluss (16 Mbit) und erhielt nun das Angebot zum Einstiegspreis (19,95 €) während der ersten 12 Monate auf den Hybrid-Anschluss zu wechseln, wodurch ich monatlich 15 € einsparen könnte. Allerdings möchte ich keinen neuen Speedport sondern meine Fritzbox 7272 weiternutzen. Da ich mit der vorhandenen Geschwindigkeit zufrieden bin, stellt sich die Frage, ob unter Verzicht auf die LTE-Nutzung der Weiterbetrieb meiner Fritzbox bei einem Tarifwechsel möglich ist.
Danke und Gruß
Hucky

Atompelz am Montag, 26.02.2018

Besser zu spät als nie...
Nein, nach der Vertragsumstellung auf einen Hybridanschluss funktioniert auch nur noch ein Hybridrouter (Überraschung, Tkom hat den Einzigen) an diesem Anschluss. Natürlich hat die Tkom "Hybrid" nicht selbst entwickelt, wie auch wenn die es selbst nicht verstehen. Mit einem modifizierten "Truffle" von Mushroom Netowkrs lässt es sich auch betreiben. Ist aber schwer an diese Geräte zu kommen. (Gibt auch andere Bonding Router). Achja Bonding heißt 2 WANs in ein LAN zu leiten.

Grüße

Bermecona am Donnerstag, 19.04.2018

Ich kann nur abraten davon. Angeboten bis 100 Mbit/s erhalte ich nur normale A-DSL Geschwindigkeit die kaum die 20 Mbit/s übersteigt. Das einzige gute ist der Upload. Dieser Upload währe sonst 2,4 Mbit/s und liegt dann auch bei 20 Mbit/s. Generell schon ein Zugewinn. Dann das kaum die alte Technnik weiterverwendet werden kann. Meine Fritzbox als Telefonanlage funktioniert nicht stabil. Telefonie ist jetzt ganz ausgefallen, obwohl bei Inbetriebnahme alles in Ordnung war. ich bin jetzt gezwungen einen ISDN Adapter für den Speedport Hybrid zu kaufen. Generell kann ich nur den Hybrid empfehlen wer wirklich gar kein DSL zur Verfügung hat. Die Angebote von bis zu xxx Mbit/s sind nur Augenwischerei. Denn es wird durch den Service immer nur darauf verwiesen das in den AGB nur die Leitungsgeschwindigkeit garantiert wird. Der LTE Anteil wird nur mit 0 (in klammern NULL) garantiert!!

oidaMo am Samstag, 28.04.2018

Tja, sitze hier in Bayern mit original analoger tKom-Telefonie und einer 330KB-Leitung. Wegen 2 Söhnen in Digital-Jobs natürlich komplett unterversorgt. Hab mir daher Vodafone Voice over IP DSL-Leitung zusätzlich zugelegt mit immerhin 600 KB. Nun sagt mir jeder, ich soll mir den Hybrid S zulegen, weil ich in direkter Sicht auf einen 3 km entfernten LTE Mast hocke. Das wäre meine Chance auf 50000 MB, welch ein Traum ! Nur sagt mir mein Handy, 50000 MB stimmen, aber ein ZockerProblem hätte ich auch: ein Ping von 100-120 Ms. Daher erstmal meine Frage: trifft es zu, dass die LTE/DSL/Hybrid Technologie so dermaßen hohe Pings generiert? Jetzt habe ich 27-35 MS, machbar und handlebar, 100 MS sind jedoch definitiv nicht spieletauglich, was ich jedoch zu gerne tue.

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Montag, 30.04.2018

Hey oidaMo!

Daran dass der Ping grundsätzlich so schlecht ist kann ich mich nicht erinnern. Allerdings kann man in dem Speedport für Hybrid Ausnahmen einstellen, bei denen nie die LTE Leitung genutzt werden soll. Das heißt damit könntest du es vllt schaffen, dass deine Spiele genauso funktionieren wie bislang. Ich hatte das damals auch für einige Dienste auf die Festnetz Leitung "festgesetzt".

Gruß
Axel

Jonas am Mittwoch, 16.05.2018

Hallo zusammen,
Auch bei uns Zuhause (Bauernhof, 2km Entfernung zum nächsten Ort; 1km Entfernung zum nächsten LTE-Mast) kommen aktuell geraden mal "2000er"an. Bezahlt wird eine "6000er" bei der Telekom.
Wir werden mit einer Überlandleitung vom nächsten Verteiler versorgt, welcher direkt unter dem LTE-Mast steht.
Ich habe mit meine LTE fähigem Handy fast überall super empfang und Speedtests brachten bisher jedesmal (Zu unterschiedlichen Tageszeiten) ein Ergebnis über 30.000.
Kabel für eine externe Antenne habe ich mir bereits verlegt, Antenne hat freie Sicht auf den Mast. Ich bin gespannt wie es laufen wird.

So nun zum eigentlich Grund für meinen Kommentar:
Ich möchte kurz meine Erfahrung teilen mit denjenigen, welche auf VDSL o.Ä. warten statt auf Hybrid zu setzen.

Aufgrund diverser Störungen unserer Leitung war ich schon merfach mit Service-Technikern der Telekom bei den Verteilerkästen zur Überprüfung/Messung der Leitung.
Daher weiß ich, dass an dem Verteilerkasten an welchem wir angebunden sind eine Glasfaser-Leitung ankommt.
Sprich ein Umbau auf VDSL wäre (Theoretisch) möglich.
Aber!:
Für das sogenannte "Vectoring"DSL muss ein Verstärker/Wandler zwischen Glasfaser und Kupferleitung gehängt werden. Das macht die Telekom natürlich nur, wenn Aussicht auf diverse Umstellungen besteht. Da wir tatsächlich die Einzigen sind, die auf diesem Verteiler hängen ist das natürlich nicht profitabel.
Auf meine Frage hin was es kosten würde den Umbau selbst zu finanzieren wurde mir mit dem Kommentar "Sie sind mit Abstand günstiger dran, wenn Sie Ihr lebenlang den größten LTE-Hybrid Vertrag haben." abgeraten. Wobei ich mir auch ziemlich sicher bin, dass ein solches Projekt nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden würde wenn man beim Bautrupp der Telekom nachfrägt.

Lange rede kurzer Sinn: Alle die auf den VDSL Ausbau warten, sollten vorher abklären ob sich ein Umbau des Verteilers für die Telekom lohnt, sonst wird dies nicht geschehen. Genau deshalb bietet die Telekom diese Hybrid Verträge schließlich "günstig" an um das Geld für solche Umbaumaßnahmen zu sparen.
Beste Grüße
Jonas

Macel Schulz am Samstag, 26.05.2018

Wir wohnen auch keinen Kilometer vom LTE Mast entfernt und es kommt nichts an vom LTE Signal über den Hybrid Router (mit externer Antenne). Nur das reine DSL Signal haben wir. Mit den Handy im Haus haben wir besseren Empfangswerte. Die Hotline meint der LTE Mast ist nicht überlastet, also sollte zumindestens etwas ankommen. Komischerweise zeigt der Speedtest von der Telekom Seite tolle werte. Mache ich ein Upload oder Download, bleibt mir nur die DSL Geschwindigkeit. Wie wir uns fühlen möchte ich nicht schreiben. Aber nach zwei Jahren hat der Spuk ein Ende. Für den Mehrpreis sollte zu mindestens ein geringere Mehrwert da sein. Die Hotline zeigt sich immer sehr Hilfsbereit, scheint aber Machtlos zu sein. LTE bei Hybrid wird ganz ganz unten angesetzt. Über das letzte halbe Jahr habe ich 0 aber auch nicht ein wenig von LTE profitieren können. Wie gesagt, die Hotline meint der Mast ist nicht überlastet und der Hybridrouter wurde wegen Telefonieprobleme auch schon ausgetauscht

legro am Montag, 06.08.2018

Vorgeschichte ..

Da in unserer Kleinstadt unser DSL-Anschluss immer bescheidener werdende Leistungen erbringt (von ursprünglich über 17Mb/s sind nur noch knapp 15Mb/s übrig), habe ich mich entschieden, mich ins Abenteuer der Umstellung auf DSL/LTE hybrid zu stürzen. Da - bis auf die Anschaffung eines (gebrauchten) Routers keine Mehrkosten zu erwarten sind - Magenta zuhause S hybrid kostet ebenfalls "nur" 34,95€/Monat - habe ich diesen neuen Tarif gebucht. Bereits eine Woche nach der Buchung wurde der neue Anschluss geschaltet.

Ursachen ..

Der Grund für die immer schlechter werdenden Übertragungsraten liegt wohl am Ausbau unserer Stadt durch den Anbieter Netcologne, der immer mehr Telekom-Anschlüsse übernimmt und hierdurch gewaltige Störungen in den Kupferkabeln verursacht. Deutlich sind im DSL-Spektrum zwei Effekte zu sehen: Es treten neuerdings immer mehr Frequenzlücken auf und zu hohen Frequenzen hin nehmen die Bandbreiten geradezu von Tag zu Tag ab.

meine Entscheidung ..

Da der Netzausbau von Netcologne nicht nur keine Rücksicht auf alte Infrastruktur nimmt und alles andere als eine sinnvolle Verteilung der mit Glasfaser versorgten Verteiler aufweist, kam für mich ein Wechsel zu Netcologne nicht in Frage. Wir haben unser Haus in einer Insel, die rundum von Verteilern umgeben ist. Der nächste würde ca. 400m von uns entfernt sein, womit wohl nicht einmal 50Mb/s - bei den vielen Störungen auf den Kupferkabeln - erreichbar sein dürften.

Weder kann ich auf VPN noch will ich auf die in unserem Haus vorhandene Tk-Anlage (zwei vernetze Euracom 182 + 262) verzichten. Eine Fritz!Box 7590 garantiert die Bereitstellung und Betrieb dieser Ausstattung. Leider dürfte ich mir hierdurch eine gewaltige Menge an Problemen eingehandelt haben.

Nun zu meinem Wechselabenteuer ..

Seit zwei Tagen habe ich nun das Ganze in Betrieb. Immer wieder fällt die Telefonie aus. Um sie wieder in Schwung zu bringen, muss ich eine der IP-Rufnummern löschen. Da diese Rufnummern sich eigentlich sehr bequem als Nummernblock - und somit alle mit den gleichen Optionen/Konfigurationen ausgestattet - einrichten lassen, führt dies jedoch dazu, dass nach Neueingabe lediglich die Rufnummer am SIP Registrar der Telekom angemeldet und aktiviert wird, jedoch geht die (Internet)Telefonie anschließend noch immer nicht. Erst ein separates Einrichten der gelöschten Rufnummer initiiert (endlich) einen offenbar nötigen Verbindungstest. Anschließend sind auch alle anderen Rufnummern von außen wieder erreichbar und man kann auch wieder raustelefonieren.

Da Glücklicherweise der Internet-Zugang und somit VPN von diesen Verbindungsabbrüchen nicht betroffen waren, konnte ich all dies auch aus der Ferne anstoßen und somit die Störung beseitigen.

Heute Morgen nun eine weitere böse Überraschung: Die LAN-Verbindung zwischen Speedport und Fritz!Box war gestört mit der Folge, dass nichts mehr ging. Wäre ich nun unterwegs gewesen, hätte ich keine Chance gehabt, die Störung zu beseitigen.

Obwohl es gerade mal eine Handvoll Parameter sind, an denen man schrauben kann, habe ich wohl noch nicht die richtige Stellschraube oder Kombination gefunden.

Leistung des Anschlusses ..

Erreichten wir mit unserem (reinen) DSL-Anschluss (netto) gerade noch 12MB/s (down) und 2,4Mb/s (up), so sind es nun in Verbindung mit LTE durchschnittlich 25Mb/s bzw. 3,8Mb/s. Mit unserem Handy erreichen wir am Ort des Speedports ca. knapp 50Mb/s bzw. 30Mb/s. In allen Fällen beträgt der Ping maximal 30ms. Die Telekom drosselt also den LTE-Zugang gemäß der im Magenta S Tarif angegebenen Bandbreite. Wie sich nun das Ganze über die Woche verteilt, werden wir nun beobachten und auch hier gerne berichten.

Rainer am Sonntag, 02.12.2018

Hallo,

ich brauche einmal eure Unterstützung. Evtl. habe ich auch was
falsch verstanden.

Ich habe noch einen alten DSL 16000 Vertrag ( PLZ 24223 ) und jetzt
Post von der Telekom bekommen, dass mein Anschluss modernisiert wird.
4 Wochen Zeit habe ich um zu reagieren. Sonst müssen Sie meinen alten
Vertrag kündigen.

Ich bekomme also einen IP-Anschluss

Laut Telekom Seite könnte ich das MagentaZuhause M Paket nehmen oder
MagentaZuhause M Hybrid.

Da ja preisgleich, sollte ich doch Hybrid nehmen oder ???

Es gibt doch keinen Nachteil. LTE Mast steht hier auch in der Nähe,
aber selbst wenn der LTE Empfang schlecht sein sollte, mehr wie
jetzt werde ich doch immer haben oder ??

Oder bin ich total falsch davor ??

Axel von Leitner (42he Team Mitglied) am Montag, 03.12.2018

Hey Rainer,

ich hatte jetzt keine Fälle, wo der Router nur LTE genutzt hat und die Leitung war langsamer als das feste Netz. 100%ig ausschließen kann ich das auch nicht, ich würde mir allerdings keine großen Sorgen machen an deiner Stelle. Der Router wird so schlau sein und in dem Fall das LTE Netz nicht unnötig belasten, sondern auf die feste Leitung gehen.

Preislich wirst du übrigens vermutlich bei der Hybrid Option doch etwas drauf zahlen, denn der Hybrid Router den du bei der Telekom mietest (wahrscheinlich wirst du das tun) ist teurer, als der normale. Bei mir waren es damals 10 Euro / Monat anstatt 5.

Hoffe das hilft dir.

Gruß
Axel

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Axel von Leitner

Mitbegründer von 42he. Beschäftigt sich mit den betriebswirtschaftlichen Dingen und steckt viel Herzblut in Design & Usability.
Axel schreibt insbesondere über Produktivität, Design und Startup-Themen.


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